Zum Inhalt springen

Kirche

Die Pfarrkirche Pfaffstätten, geweiht den Aposteln Petrus und Paulus, wurde Ende des 12. Jhdt. erbaut – der heutige Chor im romanischen Stil. Der spätgotische Hallenzubau mit innenliegenden Pfeilervorlagen sowie der Turm, kamen wahrscheinlich im Zusammenhang mit der Pfarrerrichtung 1535 hinzu.

Der an der Westseite angebaute Turm zeigt im Erdgeschoß und im zweiten Geschoß Kreuzrippengewölbe gleich dem Langhaus. Außen zu sehen sind schmale Fensterschlitze und gotisches Kordongesimse und die Glockenstube mit Eselsrückenbogen. Das Zwiebeldach erhielt der Turm anstelle eines Pultdaches nach den Verwüstungen im Jahr 1683. An der Außenmauer der Kirche findet sich ein Grabstein aus dem Jahr 1575.

Website: www.pfarre-pfaffstaetten.at

Grenzsäulen

Die Grenzsäule gegen Baden aus dem Jahr 1578 sowie die wiedererrichtete dreieckige Säule an der Grenze zu Tribuswinkel, die an einen Ritter von Rauheneck erinnert, der 1294 im Kampf gegen die Ungarn gefallen ist, sind ebenfalls besichtigungswert. 

Lilienfelderhof

Der Wirtschaftshof (Grangie) des Zisterzienser-Klosters Lilienfeld wurde nach M. Knoll 1216 erbaut. 1261 wird er das erste Mal urkundlich erwähnt, eine benachbarte Wiese wurde gestiftet. 1332 wurde er vergrößert, offenbar wurden die Weinarbeiterwohnungen gebaut. 

Die gotische Hauskapelle war ursprünglich sehr klein und wurde in der Spätgotik erweitert. Sie zeigt innen eine Mariendarstellung und ein Bild des hl. Christophorus. Das quadratische Presbyterium hat ein Kreuzrippengewölbe und barocke Ochsenaugenfenster. 

Bei Renovierungsarbeiten 1973 fand man die gotischen Fenster, ebenso wurde der ursprüngliche Eingang an der Südseite freigelegt. Am Eingang findet sich am Steinrahmen das Lilienfelder Wappen mit der Jahreszahl 1646.

Rathaus

Das Rathaus wurde 1601 von Abt Paul Schönebner von Heiligenkreuz erbaut. Nach einem Brand 1610 wurde es an die Gemeinde verkauft und als Leitgeb Haus (Gemeindewirtshaus) wiederaufgebaut. Teile davon wurden als Armenhaus und Wohnungen für alte Leute verwendet. Zwei Erinnerungstafeln an der Vorderfront erinnern an Brände in den Jahren 1610 und 1804.
Der Kopf des ehemaligen Ortsprangers, der 1683 von den Türken zerstört wurde, befindet sich in Form einer Kugel an der Gebäudekante des Rathauses, mit einem Eisenring befestigt. 

Heimatmuseum

Das Heimatmuseum ist in einem umgebauten, ehemaligen Hauerhaus untergebracht und beherbergt einen alten Weinkeller, Sammlungen zu den Themen Weinbau, Baumarzgewinnung sowie Objekte zur Kirchen- und Ortsgeschichte.
Die Sammlung wurde ab 1948 von Gemeindesekretär Anton Knopp gegründet und 1950 als erstes Museum in den Räumen des Rathauses untergebracht. Im Jahre 1985 wurde das jetzige Domizil auf Betreiben von AltBgm. Johann Hösl aus Teilen eines Hauerhauses, das der Straßenbegradigung weichen musste, geschaffen. 

Die Öffnungszeiten entnehmen Sie bitte der Website des Heimatkundevereins.

Einödhöhlen

Die Einöd- und Elfenhöhle liegen in ca. 370 Meter Seehöhe am Südhang des Pfaffstättner Kogels. Dabei handelt es sich um im Mittelalter der Erdgeschichte (obere Trias) entstandene Brandungshöhlen. Sie wurden am 22. April 1925 erschlossen und eröffnet. Sie liegen in der Katastralgemeinde Pfaffstätten auf Grundparzelle 2165/24 E.Z.520 und wurden mit Bescheid vom 14. Juni 1949 ZI. 4292/49 zum Naturdenkmal erklärt. 

Einödhöhle

Vom Vorplatz der Einödhöhle führen zwei Eingänge in das Höhleninnere. Durch den westlichen Eingang gelangt man in die erste Halle, aus der gegen Südwesten das „Fenster“ zutage führt. An der „Zerfressenen Wand“ vorbei erreicht man den sogenannten „Thronsaal“ und die „Trümmerhalle“, in welcher, abenteuerlich geformte Gebilde zu sehen sind. Am „Riesen Einöder“ vorbei, kommt man schließlich in den „Fledermausgang“ und durch diesen zurück zum östlichen Eingang. Die Einödhöhle ist die größte erhaltene jungtertiäre Brandungshöhle am Westrand des Wiener Beckens. 

Elfenhöhle

Vom Eingang gelangt man an einem mächtigen Versturzblock, der „Schneespitze“, vorbei über einige Stufen absteigend zur „Kulissenwand“, an deren Fuße ein eigenartiger Hohlraum mit mehreren Öffnungen liegt, „Schneewittchens Grab“. An der gegenüberliegenden Seite zieht sich entlang einer Spalte nischenförmig, Berg einwärts die „Kapelle“, die durch einen mächtigen Pfeiler gestützt wird. Auf Grund eines größeren Felssturzes im Jahre 1950 ist die Elfenhöhle für Besucher gesperrt. Die Eingangspartie hat durch diesen Felssturz eine erhebliche Veränderung erfahren. In früheren Zeiten wurden die Höhlen zur Reibsandgewinnung benutzt. 

Klesheimwarte

Klesheimwarte

In der Nähe der Ortschaft Pfaffstätten liegt der Pfaffstättner Kogel mit einer Seehöhe von 541 Metern. Auf diesem Hausberg wurde eine Schutzhütte errichtet, welche dem österreichischen Gebirgsverein gehört. Neben dieser Schutzhütte befindet sich eine Aussichtswarte, die ebenfalls im Eigentum des Gebirgsvereines ist. Diese Aussichtswarte ist eine Eisenkonstruktion in 3 Etagen mit einer Höhe von 9 Metern und endet oben mit einer Plattform in einer Seehöhe von 550m, von welcher man die östlichen Ausläufer des Wienerwaldes sowie nahezu das gesamte Wiener Becken bis weit hinein ins Burgenland sieht. Der Aussuchtsturm wurde 1914 erbaut und erhielt den Namen „Klesheimwarte“, benannt nach Anton Freiherr von Klesheim, Dichter und Schriftsteller.

 

Rudolf Proksch-Hütte

Wieder eröffnet! Mi-So 10:00- Einbruch der Dunkelheit!

Für weitere Informationen besuchen Sie die Website www.rudolfprokschhuette.at

1925 wurde auf Ansuchen des Gebirgsvereines die Bewilligung zur Errichtung eines „Unterkunftshauses“ am Pfaffstättner Kogel erteilt. Im Jahre 1930 wurde das gemauerte Schutzhaus fertiggestellt und ist seither als Jausen Station ganzjährig bewirtschaftet. Es wurde nach dem langjährigen Leitungsmitglied des Österreichischen Gebirgsvereines der Ortsgruppe Baden, Rudolf Proksch, benannt.

Wr. Neustädter Kanal

Der Wiener Neustädter ist ein im Jahr 1803 in Betrieb genommener und bis auf 63km Länge erweiterter künstlicher Wasserlauf, auf dem vor allem Holz, Ziegel und Kohle aus dem Raum südlich der Donau nach Wien transportiert wurden. Da später, private Eigentümer vorrangig Bahnprojekte verfolgten und Teile des Wasserweges zur Bahnstraße umwidmeten, ging die Kanalschifffahrt ab 1879 stark zurück und kam noch vor dem Ersten Weltkrieg gänzlich zum Erliegen.

Die von diesen Eigentümern zwischen den Weltkriegen betriebene Trockenlegung des Wasserlaufes konnte von den Nutzungsberechtigen am Kanalwasser teilweise abgewendet werden, bis nach dem Zweiten Weltkrieg das Land Niederösterreich den Großteil des auf 36 km verkürzten Wasserlaufes übernahm und ihm als Erholungslandschaft eine neue Hauptfunktion gab, moderne Brücken, Bootsverleih und Radwege stellen eine wichtige Freizeitattraktion dar.

Umgebung